12. Mai 2026 • Thomas Rauch • 5 Min. Lesezeit
LinkedIn Posts mit Claude Code: Im Design der eigenen Website erstellen
LinkedIn Posts mit Claude Code erstellen, automatisch im Design der eigenen Website. Claude Code analysiert dafür meine Astro-Seite, schreibt fertige HTML-Posts in genau dem Stil und exportiert sie am Ende als PNG für Social Media. Im Vorgängervideo habe ich diese Website mit Claude Code gebaut, jetzt nutzt sie der Agent als Designvorlage.
Video-Tutorial: LinkedIn Posts mit Claude Code
Den kompletten Workflow gibt es als Tutorial auf YouTube. Vom ersten Prompt in Cursor über zwei Iterationsrunden bis zum PNG-Export per Puppeteer.
Drei Tools für eine ganze Posts-Pipeline
Mehr braucht es für KI Social Media Posts nicht: Cursor als Entwicklungsumgebung, Claude Code als KI-Agent darin und Puppeteer für den finalen Export.

Cursor ist eine Entwicklungsumgebung, die du dir lokal installieren kannst. Sie hostet Claude Code als Plugin. Jede andere Form von Claude Code funktioniert genauso, Cursor ist nur eine bequeme Art, den Agenten zu nutzen.

Claude Code ist der Agent, der die Arbeit erledigt. Er besucht die Website, liest die Blogartikel, versteht das Design und schreibt daraus neue Posts als HTML-Dateien.

Puppeteer steuert einen Browser im Hintergrund. Claude Code installiert es bei Bedarf selbst, lädt damit die HTML-Posts und macht Screenshots. Heraus kommen fertige PNG-Dateien, bereit für LinkedIn.
Warum HTML als Zwischenformat?
Der Trick bei diesem Workflow ist, dass die Posts nicht direkt als Bilder generiert werden, sondern erst als kleine Webseiten in HTML.

Claude Code schreibt jeden Post in HTML, also als kleine Webseite. Das hat einen direkten Vorteil: Die eigene Website ist ebenfalls in HTML aufgebaut, in meinem Fall mit Astro. Damit kann Claude die Vorlage sauber lesen und Posts genau im selben Format erstellen.
Aus diesen HTML-Dateien macht Puppeteer am Ende fertige Bilddateien. Der Browser rendert die Seite und schießt einen Screenshot pro Slide.
Der Ablauf: Vom Prompt zum fertigen Post
Der gesamte Prozess läuft in fünf Schritten ab, vom Öffnen von Cursor bis zum Upload auf LinkedIn.

Der erste Prompt an Claude Code ist kurz und konkret: Ich möchte Social-Media-Posts erstellen, das ist meine Website institut-fuer-ki.com, analysiere das Design genau und erstelle Posts in einem ähnlichen Format, optimiert für Social Media. Grafische Elemente, gute Lesbarkeit auf kleinen Bildschirmen. Inspiration aus den Blogseiten. Neun HTML-Posts. Werde kreativ mit Icons, Tabellen und grafischen Elementen.
Claude fragt einmal nach Erlaubnis, die Website besuchen zu dürfen, und auch den Blog. Danach schreibt er sich eine eigene To-do-Liste mit den Titeln der neun Posts und beginnt sie zu erstellen.
Iteration: Aus neun Entwürfen werden fünf Posts
Die erste Runde liefert selten direkt brauchbare Ergebnisse. Bei Social Media Posts ist das genauso wie bei Code: Der eigentliche Skill ist das gezielte Iterieren.

Die ersten neun Posts sehen designmäßig schon gut aus. Claude hat das dunkle Design der Website sauber übernommen, mit Vergleichstabellen, n8n-Workflow-Darstellungen und Themen wie KI im Unternehmen oder DSGVO. Das Problem: alles ist viel zu klein. Auf dem Handy nicht lesbar.

Also zurück zu Claude Code mit konkretem Feedback: Designs gefallen, sind aber alle zu klein. Pack weniger auf die Posts drauf und mach dafür alles deutlich größer. Erst nur den ersten Post anpassen, damit ich prüfen kann, ob die Größen jetzt passen. Das Ergebnis ist besser lesbar, dafür inhaltlich dünn geworden.

In der zweiten Runde wird nachjustiert: Die Größe passt, aber die Subheadings müssen noch größer, inhaltlich braucht es mehr Tiefe und die Themen sollen sich genau an die Blogartikel halten. Zusätzlich noch eine Anpassung: Claude soll für den Tech-Stack die echten Logos der Tools laden statt generischer Icons.
Nach dieser Runde gibt es fünf Posts, mit denen ich wirklich zufrieden bin: der Tech-Stack, der Prompt fürs Website-Bauen mit einem nachgebauten Prompt-Fenster, eine Übersicht über Lead-Generierung-Tools mit Kosten, der Return on Invest einer KI-Einführung mit Beispielrechnung sowie ein Post zu lokaler SEO. Vier Entwürfe fallen raus, fünf bleiben.
Welche Websites eignen sich?
Der Workflow funktioniert besonders gut bei Websites, die in Code gebaut sind und keine zusätzlichen Skripte nachladen.

Astro ist genau deshalb so gut geeignet: Die komplette Seite besteht aus reinem HTML und CSS, das die KI direkt auslesen kann. Bei Baukästen wie Wix oder WordPress sind Template und Inhalt häufig voneinander getrennt. Damit kommt die KI weniger sauber zurecht. Es geht trotzdem einigermaßen, aber die Ergebnisse sind weniger treffsicher.
Anwendungsfälle: Eigene Posts oder neue Kunden
Das Verfahren funktioniert genauso, wenn du Posts für deine eigene Marke erstellen willst. Genau dafür habe ich es im Video aufgezeichnet, die fünf finalen Posts sind anschließend bei mir auf LinkedIn gelandet.
Spannender wird es als Akquise-Werkzeug. Ich habe das bereits für andere Unternehmen in der Umgebung gemacht: deren Website mit Claude Code analysiert, im passenden Stil Posts generiert und sie auf Instagram angeschrieben. Für jemanden, der gerade eine Agentur aufbaut, ist das eine sehr direkte Art, die ersten Kunden zu gewinnen. Auch Immobilienmakler sind eine gute Zielgruppe, weil sie regelmäßig neue Anzeigen schalten und Vertrauen über Social Media aufbauen.
Kosten: Welche Tools du wirklich brauchst
Für diesen Workflow nutzt du nur zwei kostenpflichtige Werkzeuge: Cursor als Entwicklungsumgebung in der kostenlosen Version und Claude Code im günstigsten Tier für 20 Euro im Monat. Puppeteer ist kostenlos und installiert sich automatisch, wenn Claude Code es benötigt.
Mehr braucht es nicht, um LinkedIn Posts mit Claude Code im Stil der eigenen Website zu erstellen.
Selbst ausprobieren
Den kompletten Ablauf inklusive Prompts und Zwischenergebnisse siehst du im YouTube-Video. Wie ich die Astro-Website davor mit Claude Code gebaut habe, zeigt der Artikel Website mit KI erstellen. Wenn du diesen Workflow für deine eigene Marke oder als Akquise-Kanal nutzen willst, melde dich gerne über die Kontaktseite oder schau dir die Workflow-Automatisierung an.